Einführung

Spitzwegerich und Löwenzahn – unscheinbare Helfer

Spitzwegerich und Löwenzahn – unscheinbare Helfer

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) und der Löwenzahn (Taraxacum officinalis) sind auf fast allen Pferdeweiden zu finden. Gerade im Sommer geben sie ein schönes Bild ab – ein Gemisch aus kräftig gelber Farbe und feinen weißen Köpfchen.

Eine Pusteblume ist sehr bekannt und fast überall zu finden | Quelle: 4Hooves

Aber nicht nur die Optik ist ansprechend. Beide Pflanzen unterstützen Pferde zusätzlich durch ihre Inhaltsstoffe.

 

Die Wirkungen der „Pusteblume“

Löwenzahn hat eine leichte, diuretische Wirkung. Durch den hohen Kaliumgehalt und Sesquiterpene wird die Harnmenge erhöht. Dadurch werden alle Harnwege gut durchspült, was speziell bei Infektionen eine große Hilfe ist.

Wer Löwenzahn als Kind schon einmal gegessen hat, weiß, dass es ganz leicht bitter schmecken kann. Auch die Pferde nehmen diesen Geschmack wahr und haben dadurch einen angeregten Appetit. Die Blätter und die Wurzeln werden auch gerne bei Verdauungsbeschwerden und Trägheit gefüttert.

Es gibt sogar Berichte, dass mit den zerriebenen Blüten ein Ekzem gelindert werden kann.

 

Die typische Blattform des Löwenzahns | Quelle: 4Hooves

Spitzwegerich kann sehr gut bei offenen Wunden helfen

Spitzwegerich und Breitwegerich sind häufig vorkommende Gewächse auf unseren Wiesen und Weiden. Schon in der Schule hat uns die Biologielehrerin immer eins gesagt:

„Esst Breitwegerich, der hilft eurem Magen. Und wenn ihr eure Haut aufgeschürft habt, legt Spitzwegerich auf die Wunde!“

 

Die spitze Form gibt dem Spitzwegerich den Namen | Quelle: 4Hooves

 

Diese Weisheit ist mir immer im Kopf geblieben, denn sie ist tatsächlich wahr. Die Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs haben eine antimikrobielle und eine antiphlogistische Wirkung. Das heißt: Spitzwegerich kann eine Entzündung verhindern oder mildern und schützt bei offenen Kratzern, Bissen und Schürfwunden gegen eine Infektion.

 

 

Wenn das Pferd also leicht verletzt, kann man so Erste Hilfe leisten. Einfach einige Blätter abzupfen und nach Möglichkeit kurz abspülen. Danach vorsichtig über die Wunde reiben.

 

Auch für den Reiter kann diese Pflanze ein Segen sein. Wenn man sich im Herbst gleich die erste Erkältung eingefangen hat, kann man aus den Blättern einen hervorragenden Hustensaft selber machen.

Auch die Blütenköpfe des Spitzwegerichs sind sehr charakteristisch | Quelle: 4Hooves

Hustensaft selbst gemacht

Wer es schnell und einfach machen möchte, kann einige Spitzen Thymian und mehrere Blätter Spitzwegerich gut abspülen und dann für einige Tage leicht zerstampft in gezuckertes Wasser geben. Nach einer Woche den Sud einfach durch ein Sieb gießen…und fertig ist ein Hustensaft.

Hier gehts zum Hustensaft für Pferde.