Einführung

Pferdepflege Teil 3: Mit Haut und Haar

Pferdepflege Teil 3: Mit Haut und Haar

Hier nun der dritte Teil unserer Pflegeserie. Falls ihr die ersten beiden Artikel verpasst habt, findet ihr zum nachlesen hier den Teil 1 zum Thema Insektenschutz. Teil 2 dreht sich um Juckreiz beim Pferd, den Artikel gibts hier

Es ist wieder soweit, der Sommer ist da. Zeit des Waschens und Plantschens – und damit kommt wieder die Frage auf: Womit wasche ich mein Pferd am Besten?

Basiswissen Haut und Haar

Aufbau der Pferdehaut

Wie beim Menschen auch setzt sich die Pferdehaut aus mehreren Schichten zusammen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. Darüber hinaus gibt es noch die so genannten Hautanhangsgebilde wie Haare, Schweißdrüsen, uvm.

Die Oberhaut besteht aus mehreren Zellschichten. Da sich die Hautoberfläche ständig abnutzt werden immer wieder Zellen nachgebildet.

In der darunterliegenden Lederhaut sind Haarwurzeln verankert und unter anderem Drüsen und Blutgefäße enthalten.

Die Unterhaut besteht aus lockerem Bindegewebe.

Unterschied zur Menschenhaut und was daraus für die Pferdepflege resultiert

Der pH-Wert der Pferdehaut unterscheidet sich von der des Menschen. Die menschliche Haut hat einen leicht sauren pH-Wert von ca. 5,5 – die Pferdehaut einen pH-Wert von ca. 6,3. Klingt nach wenig Unterschied, hat aber große Bedeutung. Wird ein Pferd zu oft mit einem zu sauren Shampoo gewaschen kann das natürliche Schutzschild der Haut aus dem Gleichgewicht kommen, die Haut kann gereizt reagieren und trockene Haut und Schuppenbildung können die Folge sein. Pferdeshampoos sind auf den pH-Wert der Pferdehaut eingestellt und enthalten besonders pflegende und rückfettende Rohstoffe, sodass die Pferdehaut auch bei häufigem Waschen sanft gepflegt und nicht geschädigt wird.

Worauf muss ich achten, wenn ich mein Pferd oft waschen muss?

Wichtig ist es ein Pferdeshampoo zu verwenden, das besonders milde und rückfettende Inhaltsstoffe enthält, denn Pferdehaut ist nicht dafür gemacht, besonders oft (mit Shampoo) gewaschen zu werden. Am besten testest du das Shampoo vorher bei dir selbst. Wasche dir deine Hände fünf Mal mit einer kleinen Menge des Pferdeshampoos und trockne sie dazwischen immer wieder ab. Wenn du nach den fünf Waschgängen kein trockenes oder juckendes, sondern ein weiches und angenehmes Gefühl auf den Händen hast, dann ist das Shampoo auch mild genug für die empfindliche Pferdehaut.

Bei heißen Temperaturen genießen auch Pferde eine Abkühlung
Foto: Dusan Kostic | Quelle: Adobe Stock

Lavendel und seine Wirkung in der Pferdepflege

Manche Pferde sind einfach keine Wasserratten und die dunkle Waschbox gehört schon gar nicht zu deren liebsten Plätzen. Dem ätherischen Öl aus dem Lavendel wird eine beruhigende Wirkung zugeschrieben. Ein Pferdeshampoo mit einer kleinen Menge Lavendelöl kann durch seinen entspannenden Duft für ein harmonisierendes Wascherlebnis sorgen.

Minze und seine Wirkung in der Pferdepflege

Bereits die alten Römer nutzten den kühlenden und erfrischenden Effekt der Minze. Ein Pferdeshampoo mit einer kleinen Menge an Minzöl kann helfen, den kühlenden Effekt der Dusche zu verlängern und die Durchblutung anregen.

Mit der Kraft der Sonne zu strahlendem Schimmelweiß

Manche Shampoos für weiße Pferde enthalten sehr starke und stark schäumende Seifen. Wähle lieber ein Shampoo, das sich die Kraft der Sonne zu Nutze macht. Manche Schimmelshampoos kommen ganz ohne scharfe Seifen aus, da sie Sonnenlicht reflektierende Partikel enthalten. Diese Partikel können den gelben Anteil aus dem Licht filtern, sodass dein Schimmel strahlend weiß aussieht.

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